Controller

Von Julia Petrich, Business Manager
Lesezeit 5 Min.
4. Apr. 2021

Berufsbild

Was ist ein Controller?

Nach modernem Verständnis sind Controller interne Business Partner des Managements und der Bereiche, in denen Managementvorgaben operativ umgesetzt werden. Sie unterstützen dabei, Unternehmen, Aufgaben oder einzelnen Projekte zu planen und zu steuern, Einspar- oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu identifizieren und ihre Umsetzung zu überwachen. Auch sorgen sie dafür, dass Prozesse entlang der Wertschöpfungskette so effizient und wirtschaftlich wie möglich ablaufen.

Bei Abweichungen steuern sie gegen. Sie berichten über die Zielerreichung und etwaige Gründe für deren Verfehlung. In einem kontinuierlichen Prozess kann das Management wieder neue Ziele definieren und initiiert für das Controlling einen neuen Kontroll-Kreislauf.

Der Aufgabenbereich der Controller gehört zu den wichtigsten Funktionen im Verantwortungsbereich des CFO. Nur mit Transparenz ist für ihn eine zielgerichtete Unternehmensplanung und -steuerung möglich.

In welchen Unternehmen werden Controller benötigt?

Wird in kleineren Unternehmen das Controlling meist von einem Mitglied der Unternehmensführung wahrgenommen, gibt es die Position des Controllers meist erst in Organisationen ab einer Größe von ca. 200 Mitarbeitern. In Unternehmen mittlerer Größe besteht die Position oft in eine Mischform aus Bilanzbuchhaltung und Controlling, die direkt bei der Geschäftsführung angesiedelt ist und für die sich der Ausdruck „Biltroller“ auf dem Arbeitsmarkt langsam durchsetzt.

Controller sind entweder direkt in den einzelnen Geschäftseinheiten beschäftigt oder zentral einer einzigen Controlling-Abteilung zugeordnet. Bestimmte Controlling-Funktionen werden auch als Stabsstelle geführt, wie beispielsweise der Beteiligungscontroller.

Laut einer Studie der WHU arbeiten in Deutschland rund 100.000 Menschen als Controller – mit 56 Prozent etwas mehr Männer als Frauen (44%).

Woher stammt der Begriff „Controller“ und für welches Rollenbild steht er?

Besonders im deutschsprachigen Raum wurden Controller in der Vergangenheit oft als Kontrolleure verstanden und fehlinterpretiert. Von der Entstehung her, leitet es sich vom angloamerikanischen „to control“ ab und bedeutet „steuern“. Im angelsächsischen Raum stellt „Controller“ den Oberbegriff für alle Variationen des Berufsbildes dar.

Die Instrumente des Controllers

Gemein ist allen Controllern die Nutzung eines vielfältigen Instrumentariums, wie z.B. Soll-Ist-Vergleiche, betriebswirtschaftliche Analysen, der Einsatz von Management-Informations-systemen, Kostenrechnung sowie Ergebnis- und Bilanzplanung. Es wird sowohl für operative als auch für strategische Controllingzwecke produktspezifisch und organisationsseitig eingesetzt:

  • produktspezifisch: Beschaffung, Produktion, Qualitätssicherung und Vertrieb
  • organisationsseitig: Personal-, IT-, Finanz- und Risiko-Controlling

Controller nutzen als Grundlage alle Zahlen, die die Buchhaltung für das interne und externe Rechnungswesen generiert und zur Verfügung stellt. Sie werden um weitere interne und externe Quellen und eigenen Berechnungen ergänzt. Dazu gehören zum Beispiel Absatzzahlen bestimmter Produkte aus dem eigenen Hause sowie der Konkurrenz.
Für die Generierung einer umfassenden Datenbasis, welche korrekte Auswertungen liefert, wird zunehmend Business Intelligence (BI) als betriebswirtschaftlicher, technischer Prozess eingesetzt. Er liefert verwertbare Informationen, analysiert diese und bereitet sie auf. Controller müssen sich heutzutage immer mit BI-gestützten Anwendungen auseinandersetzen und diese beherrschen.

  • Ausbildung: betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Controlling oder kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung zum geprüften Controller und entsprechende Berufserfahrung
  • Einstiegsgehalt: 40.500 € brutto p.a.
  • Spitzengehalt: 155.000 € brutto p.a.

Aufgaben

Was macht ein Controller?

  • Weiterentwicklung eines umfassenden Berichtswesens
  • Erstellung strategischer Analysen für ein besseres Marktverständnis wie beispielsweise Forecasts
  • Budgetverwaltung durch operative Auswertungen mithilfe von Abweichungsanalysen bei Soll-/Ist-Vergleichen jeglicher Art – u.a. auf Kostenstellen-/Kostenträgerebene
  • Mitarbeit bei Abschlüssen wie den Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen
  • Adhoc-Auswertungen sowie Projektarbeiten – je nach Bedarf und Unternehmung
  • Erstellung von ansprechenden Präsentationen und verständliche Darlegung vor dem Management oder anderen Adressaten

Ausbildung

Wie wird man Controller?

  • betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Controlling oder kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung zum geprüften Controller und entsprechende Berufserfahrung
  • je nach Stellenprofil fach- oder branchenspezifische Kenntnisse
  • IT-Kenntnisse besonders von MS Office Produkten, sowie in der Anwendung gängiger Tools (z.B. SAP, S4 Hana, Oracle, Navision, SQL, VBA, BI, etc.)
  • Projekt-/Prozessmanagementkenntnisse und -erfahrungen
  • sehr gutes Zahlenverständnis, strukturierte sowie selbstständige Arbeitsweise
  • teamfähig, kommunikativ, stressresistent und belastbar
  • Einsatzbereitschaft
  • gute bis sehr gute Englischkenntnisse

Gehalt

Was verdient ein Controller?

von 40.500€
bis 155.000€

Controller beginnen ihre berufliche Laufbahn mit einem guten Einstiegsgehalt von rund 40.500 €. Das Einkommen steigert sich mit zunehmender Berufserfahrung und liegt dann vielfach zwischen 50.000 und 70.000 €, bei Spezialkenntnissen, wie besonderen IT-Kenntnissen, häufig auch darüber. Mit Führungsverantwortung als Leiter Controlling kann ein Gehalt zwischen 80.000 und 100.000 € erzielt werden, in multinationalen Unternehmen auch deutlich darüber.

Anforderungen

Was erwartet man vom Controller?

Controller benötigen Fachkenntnisse, Methoden und Instrumente des Controllings. Auch Wissen, die mit den Themenbereichen des Controllings eng verknüpft sind, werden gebraucht, wie Rechnungswesen, Bilanzierung, Kostenrechnung, Investition und Finanzierung, Unternehmensplanung und -führung. Auch Kenntnisse der dazugehörigen Software und in internationalen Unternehmen auch sehr gutes Englisch. Je nach Einsatzbereich können auch Fachkenntnisse aus anderen Disziplinen hilfreich sein, beispielsweise aus dem Maschinenbau oder den Naturwissenschaften.

Controller müssen zahlenaffin sein und analytisch denken können. Sie sind in der Lage, Zahlen zu bewerten, einzuordnen, aufzubereiten sowie anschließend in Präsentationen klar und verständlich vorzutragen sowie ihre Ergebnisse und Empfehlungen überzeugend zu vertreten. Für den Umgang mit der Geschäftsleitung und den Kollegen aus der eigenen und den anderen Abteilungen sind generell kommunikative und rhetorische Fähigkeiten gefragt

Karriere

Aufstiegschancen als Controller

Der typische Weg in der Karriere läuft über die Position des Junior Controllers über den Senior Controller bis hin zum Leiter Controlling und Rechnungswesen. Aber auch Positionen weit darüber hinaus bis zum Kaufmännischen Leiter, Finanzvorstand oder gar bis zum Unternehmenschef sind möglich.

Karrieretreiber können die Kenntnis agiler Arbeitsmethoden, besonderes Fachwissen im IT-Bereich sein – von Programmiersprachen bis hin zur Künstlichen Intelligenz (KI) – , ein überdurchschnittliches Engagement beim Vorantreiben der Digitalen Transformation, oder auch besondere Führungsfähigkeiten.

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